MemorabiliumDas Museum für
das, was wichtig war.
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| Memorabilium
ist
ein Museum, in dem man
eine Fläche langfristig, über den Tod hinaus, pachtet.
Genauso wie ein Grab, aber viel persönlicher. Angehörige können
Erinnerungsstücke an Verstorbene ausstellen, und engagierte
Zeitgenossen mieten noch zu Lebzeiten Flächen, um ein Thema, das ihnen wichtig ist, auch nach dem Tod zu präsentieren. |
Im
Memorabilium
werden zahlreiche Leute das propagieren, was ihnen auch
nach ihrem Tod wichtig ist. Es gibt unzählige Leute, die sich in
Bürgerinitiativen engagieren, Bücher schreiben, intensiv
Hobbies nachgehen,... , und das Memorabilium ist die Möglichkeit,
seine Themen ("die Bedeutung des Segeroths für den Rest der Stadt
Essen" / "die Geschichte von Rot-Weiss-Essen aus der Sicht eines
lebenslangen Fans" / ...) auch über den Tod hinaus zu
präsentieren. Und das im Kreativviertel um die Kreuzeskirche in
Essen, wo rundherum junge
Leute, Künstler, Gründer, ihren aktuellen Themen nachgehen.

| Das
Memorabilium (im Bild ganz rechts und NOCH dunkel und ungastlich)
könnte gläsern,
luftig und öffentlich zugänglich in einem entkernten und
durchgängigen
EG der ehem. Altstadt-Buchhandlung gestaltet werden. Durch das
Memorabilium hindurch käme man in die dahinterliegende
Grünfläche, in
der ebenfalls Vitrinen, Skulpturen und Objekte mit Andenken und
Wichtigem ausgestellt werden könnten. Auch andere Gestaltungen
sind
möglich. Aber diese Kombination der drei Gebäude "Kirche,
Restaurant,
Museum" an diesem Ort wäre einzigartig. Die für das Viertel
prägende Wirkung der Kreuzeskirche würde sehr deutlich betont. |
Im
Gegensatz
zu
allen
mir bekannten
Kreativvierteln würden wir eben nicht nur die hippen jungen
Kreativen
anziehen, sondern auch die Älteren, die von gleichem Korn sind. Im
Memorabilium wird gezeigt, was älteren oder inzwischen gestorbenen
Menschen wichtig ist/war. Das wäre eine wunderbare Ergänzung
zu dem
Kreativviertel und würde dieses von allen (mir bekannten)
Kreativvierteln unterscheiden. So breit und generationsverbindend ist
keines aufgestellt. Wer
weiss, was man da für Verbindungen, Parallelen entdeckt?
Dies
würde nicht nur eine Touristenattraktion, sondern ist auch
identitätsstiftend für die Nachbarschaft. Nach ein paar
Jahren haben ganz viele Menschen eine tiefe Beziehung zu diesem Ort,
und einen Grund, immer wieder dorthin zu gehen. Denn dort ist das, was
Opa 'mal sehr wichtig war, und das man im Verwandschaftskreis immer
wieder besucht.
***
In
der
Innenstadt
von
Essen
(Ruhr)
soll das vielleicht erste Museum
geschaffen werden, in dem Angehörige Vitrinen und
Ausstellungsflächen mieten können, um Erinnerungsstücke
an Verstorbene auszustellen. Zu
den Öffnungszeiten kann jeder gegen ein geringes Eintrittsgeld
dort in die Vergangenheit ganz normaler Essener eintauchen. Mieter
kommen natürlich kostenlos hinein. Und Trauerfeiern haben an
diesem Ort die richtige Atmosphäre. Eröffnung vielleicht
schon in 2013.
Kreuzeskirche-Konzept
auf einer größeren Karte anzeigen
Wie
immer,
ist
auch
dies
ein offenes Projekt, bei dem wir uns sehr
über jede(n) freuen, der mitdenkt, Kritik übt, Ideen
einbringt, oder einfach nur interessiert ist.
Wer
mitdenken
will,
abonniert
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die
Mailingliste. Wer einfach nur ab und zu Infos
bekommen will, abonniert
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Die Idee, dass man dort zu
Lebzeiten auch ein Thema einbringen kann, wäre dann ja eine zweite
"Abteilung" - wenn man etwas der Nachwelt gezielt hinterlassen will.
Aber warum nicht. Das wird sicherlich sehr gut angenommen. Ich
fände es aber schade, wenn der Erinnerungsort der Hinterbliebenen
dabei verloren geht. Einmal geht die Initiative von dem Verstorbenen
aus und einmal von den Hinterbliebenen, es geht dabei also
logischerweise um unterschiedliche Bedürfnisse.
***
Vielleicht
möchte manche(r) auch Gegenstände von Verstorbenen
verschenken oder verkaufen, wenn sichergestellt ist, dass sie in gute
Hände kommen? Auch das könnte durch entsprechende Hinweise an
den Ausstellungsstücken möglich sein.
Es können Unterausstellungen
gemacht werden, eine davon könnte sein "Museum der
Schwierigkeiten" - diese passt gut zur City-Nord. Es ist eher
kontraproduktiv, wenn von berühmten Leute immer nur die Erfolge,
nicht aber der schwierige Weg dorthin bekannt ist. Das hält viele
ab, denn von sich selbst sehen die Leute nur den schwierigen Weg, doch
von den "großen Vorbildern" (so jemand sie will) ist nur der
Erfolg im Kopf. Es ist ein uralter
Gedanke von mir, mehr zu dem Gedanken hier...
Ich weiß nur nicht,
inwieweit sich der Museums- oder Besuchergedanke mit der Idee eines
echten Trauer- oder Erinnerungsorts vereinbaren lässt. Ich
würde es eher ein wenig diskreter anlegen. Also ähnlich wie
ein Friedhof: zugänglich für jeden, aber ohne Eintritt. Und
vielleicht mit einer Ecke bzw. Abteilung, die in gewisser Weise
Mehrwert schafft. Z.B. Räume für Erinnerungsworkshops,
Trauerarbeit, Firmen, die innovative Dienstleistungen in dem Bereich
anbieten. Die Informationsstelle Nr. 1 für Erinnerungsarbeit. Ort
für Trauerfeiern, Cafeteria, Shop mit Büchern und Materialien
zur Ahnenforschung, zum Biografieschreiben etc. Ich persönlich
würde private Gegenstände z.B. meiner Eltern eher in einem
solchen ernsthaften Rahmen ausstellen als in einer Einrichtung, die
Geld für Besichtigungen nimmt und somit den Anschein eines
Kurisitätenkabinetts erweckt. Prinzipiell müsste es den
Kunden auch freigestellt werden, ob sie überhaupt eine
öffentliche Vitrine mieten wollen oder doch eher eine Art
geschlossene Stele oder ein irgendwie gestaltetes Schließfach.
Vielleicht gibt es auch einen speziellen Raum, in den die Box gebracht
und wo sie geöffnet wird?
***
Ulrich Munkert schrieb: "In
Deutschland ist es ja verboten eine Urne im Haus bzw. einem anderen Ort
aufzubewahren (nur Friedhof), was aber geht ist einen Anhänger /
kleine Dose mit einem kleinen Anteil Asche des verstorbenen zu
befüllen" Und: Man sollte mit einem Beerdigungsinstitut
kooperieren!
***
Trauer und Erinnerung muss nicht
grundsätzlich unangenehm sein,
bedrückte Stimmung bedeuten, Totenstille, ... Das ist eine
kulturelle
Engführung aus meiner Sicht, die häufig hinderlich ist. Jeder
soll/muss
seinen Weg der Erinnerung und Trauer finden, die ihm gerade gut tut.
Dabei können tradierte Formen nützlich sein, aber auch genau
das
Gegenteil. Das Memorabilium kann nicht alle Formen abdecken.
Das Memorabilium sollte eine
Ergänzung sein zu Friedhöfen etc. und
nicht ein Substitut. Wer sich als Nutzer einbringt, will, dass die
Leute es sehen, was er einbringt, also wird es immer ein wenig wie ein
Museum sein - ob man das nun so nennt oder nicht.
Ich finde, dass die ausgestellten
Stücke mit einer Biographie verknüpft
werden sollte. Beispiel: Zu Jupps Taubenschlag gibt es noch ein Video,
wo er mit den Tauben zu sehen ist, zu Heinz Angel gibt es noch eine
Audio-Erinnerung der Tochter. Das Memorabilium erzählt dann
Geschichten
(Biografien) und der Besucher kann Anteil nehmen.
Wenn ich das nur für mich haben will, kann ich die Sachen auch zu Hause verwahren oder so. Ich wüsste nicht, was es mit bringt, wenn ich - um Opas Hut zu sehen - extra nach Essen in die City müsste, womöglich zu bestimmten Zeiten, dafür noch "Lagerkosten" tragen müsste und ich eh der Einzige wäre, der davon was hat.
***
Videos und Audioaufnahmen an
Exponaten. Vielleicht auch per NFC
abrufbare
Infos...
Es gibt einen schweizer Künstler, der eine Ausstellungsprojekt
geschaffen hat
zum Thema Erinnerung an die Großeltern:
http://www.erinnerungsbuero.net/meine-grosseltern/
Der arbeitet da auch mit IPods und aufgezeichneten Gesprächen, so
wie ich das
auch für sinnvoll erachte.
Inzwischen gibt es Angebote, die das Smartphone zu einen ortssensiven multimedialen Museumführer machen, d. h.: Je nachdem wo der Besucher steht, bekommt er eine Auswahl an Infos angezeigt, die gerade passend sind und muss kein Mobiltelefon irgendwo hinhalten, etwas einscannen etc.
***
Auch hier Aktivitäten, nicht
das was wir wollen, aber interessant:
Interessanter Überblick aus der FAZ...
www.fotos-der-erinnerung.de
Museum
für Sepulkralkultur (Kassel)
Bestattungsmuseum
(Wien) dazu auch ein MDR-Bericht...
http://www.puetz-roth.de/Fritz-Roth.aspx
http://www.puetz-roth.de/Das-Haus-der-menschlichen-Begleitung.aspx
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1317623401282.shtml
***
Bericht über die Veränderung
der
Trauerkultur...
***
in
Cornwall
gibt's
Gedächtsnisbänke,
die an Verblichene Erinnern
(Susanne fragen)
***
http://www.wz-newsline.de/
-> Die Menschen suchen Orte der persönlichen Erinnerung, die
sie mit
persönlichen Dingen gestalten (auch auf Friedhöfen ist das -
denke ich sichtbar
-). --> Das Memorabilium passt zur sich verändernden
Trauer-Kultur
-> Die Autorin kann man z. B. mal zu einem Vortrag etc.
einladen, wenn das
Memorabilium eröffnet ist.
Die Kulturpädagoginnen Birgit Mattern und Manuela Wenz haben 2011 in Dortmund eine temporäre Ausstellung Erinnerungen einmachen! organisiert, bei der Erinnerungen an eine verstorbene Person in einem Einmachglas untergebracht wurden.
Essen-Nord,
Senioren-Ausstellung
Memorabilium auch als Andenkenort, wenn es keinen Friedhof gibt, Seebestattung, Verschollene